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By Sabine Jung

In diesem Buch wird erstmals eine ausgearbeitete Theorie über den Zusammenhang zwischen direktdemokratischen Verfahren und den jeweiligen politischen Systemen, in denen diese vorkommen können, vorgelegt. Die Autorin beantwortet die Frage: Welche direktdemokratischen Verfahren sind mit welchen Typen der Demokratie kompatibel? Hierfür entwickelt sie nicht nur eine neue Demokratietypologie, sie kann auch eine theoretisch fundierte Lösung zur Debatte über direkte Demokratie in der Bundesrepublik anbieten. Plötzlich wird klar, warum bestimmte Kombinationen perfekt miteinander harmonieren. Und war-um direkte Demokratie in anderen Fällen notwendigerweise zum sy-stemgefährdenden Störfall werden muß. Wichtige Fingerzeige für alle politischen Kräfte weltweit, die mehr Bürgerbeteiligung fordern.

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This ebook is a caution. it's a terrifying portrait of an "ideal" society that has destroyed democracy within the identify of "progress. " Roland Huntford demonstrates by means of truth after surprising truth how an it sounds as if democratic, wealthy, peaceable utopia is completely managed by way of a paperwork which actively discourages all symptoms of individuality.

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Daß Lijphart zwei Dimensionen - die unabhängig voneinander variieren können und deshalb analytisch zu trennen sind - miteinander vennischt, belegt die von Lijphart selbst durchgeführte Faktoranalyse. 3 • Denn diese fördert auf der Ebene der Variablen gen au jene zwei Dimensionen zutage, die er zuvor auf theoretischer Ebene kunstvoll miteinander vennischt hatte. Doch statt seine Ausgangshypothese daraufhin grundlegend in Frage zu stellen, behilft sich Lijphart mit der Behauptung, daß es sich bei diesen Dimensionen lediglich um zwei Ausprägungen des ursprünglich angenommenen Gegensatzes zwischen Mehrheitsorientierung und Konsensorientierung handele.

Denn dies sind nun ausgerechnet Systeme, in denen direktdemokratische Elemente auf Bundesebene niemals eine Rolle gespielt haben sowohl auf verfassungstheoretischer wie auf praktischer Ebene. Die Verfassungsväter der USA entschieden sich bewußt und ausdrücklich tur ein reines Repräsentativsystem. Bis zum heutigen Tage hat dort keine einzige landesweite Volksabstimmung stattgefunden (Magleby 1994: 218). Und was das britische Regierungssystem betrifft, so gilt dieses aufgrund der es bestimmenden Doktrin der Parlamentssouveränität geradezu als Musterbeispiel ftir den Typus der repräsentativen Demokratie (vgl.

Und drittens schließlich, weil Steffani in allen seinen vorherigen Texten Einheitsstaatlichkeit ausdrücklich als Beispiel fur ein systemspezijisches Kriterium des parlamentarischen Grundtypus genannt hatte (Steffani 1979, 1983: 396, 1991: 18). Gründe fur diese veränderten Einschätzungen und Definitionen nennt er jedoch keine, er gibt sie noch nicht einmal explizit als Veränderungen zu erkennen. So müssen wir davon ausgehen, (1) daß seine Überlegungen zur Existenz typischer institutioneller Merkmalskombinationen noch nicht ausgereift (geschweige denn empirisch geprüft) sind und (2) daß er zwar die Möglichkeit in Betracht gezogen hat, direktdemokratische Verfahren zu den beiden Grundtypen in Verbindung zu setzen, sich aber nicht hinreichend intensiv mit der Materie befaßt hat, um hierzu eine widerspruchsfreie und begründete Argumentation vorlegen zu können.

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