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By Lothar Böhnisch

Das Buch liefert eine umfassende Darstellung und examine der Entwicklung von Mannsein und Männlichkeit im Strukturwandel derArbeitsgesellschaft. Im Vordergrund steht die those, dass der neue Kapitalismus nach einer Sozialform Mann drängt, in deren Sog Mannsein und Männlichkeit zunehmend geraten. Im Mittelpunkt des Buches steht die those, dass die neuen technologisch-ökonomischen Strömungen Vergesellschaftungstendenzen freisetzen und nach entsprechenden Sozialformen suchen, die das Geschlechterverhältnis und die Männerrolle und das Mannsein neu, wenn auch ambivalent strukturieren. Vor diesem Hintergrund werden die zentralen Thematiken des bisherigen Männerdiskurses - Männlichkeit und heterosexuelle Matrix, männliche Sozialisation und Krisenbewältigung, Männer-Frauen-Beziehungen, männliche Selbstverständigung, Männer im Sozialstaat, Männlichkeit und Geschlechterdemokratie - neu geordnet und bewertet. Dabei tritt die Perspektive in den Vordergrund, dass nicht primär die Manifestationen von Männlichkeit und Mannsein, sondern die Probleme und Konstellationen der Bewältigung von Männlichkeit im Vordergrund der sozialwissenschaftlichen Betrachtung und der öffentlichen Auseinandersetzungen um den Mann in unserer Gesellschaft stehen sollten.

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Die Entgrenzung der Männlichkeit Um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert ist das Geschlechterverhältnis und damit die Männlichkeit in unserer sozialstaatlich verfassten Industriegesellschaft in ein neues Magnetfeld geraten. Dieses Magnetfeld ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Spannung zwischen ökonomisch-technologischer Entwicklung und sozialstaatlicher Kontextualisierung von Wirtschaft und Gesellschaft entstanden ist, die nicht mehr mit dem herkömmlichen Begriff der Entstrukturierung beschrieben werden kann, sondern deutliche Spaltung39 stendenzen aufzeigt.

Eine hegemoniale Kultur der Verantwortungslosigkeit wirkt in den gesellschaftlichen Alltag hinein und verbindet sich mit wieder aufkommenden alten regressiven Männerbildern. Denn die Globalisierung erzeugt "einen Sog von unten" (Anthony Giddens). Dabei sind es nicht nur regionalistische Gegen- und Suchbewegungen, in denen die Menschen ihren sozialen Ort und ihre sozialen Bindungen halten oder wieder finden wollen. Es kommen auch extreme nationalistische und naturalistische Strömungen wieder auf und in ihnen Formen längst überwunden geglaubter traditionaler und regressiver Männlichkeit, in der jener Abwertungshabitus strotzt, in dem die Hilflosigkeit der überflüssig gewordenen Männer abgespalten ist.

In ihnen und aus ihnen heraus entwickelte sich der antisexistische Druck auf die Männer, wurden Männer gezwungen, sich aus der Selbstverständlichkeit des hierarchischen Geschlechterverhältnisses mental zu lösen (Männer definieren sich durch ihre Dominanz gegenüber den Frauen) um, zu einer eigenen, "gereinigten" Definition von Männlichkeit zu finden. Kritische Männerforschung und Männerzirkel entstanden, entsprechende Männerverständigungsliteratur erlebte seit Mitte der 1980er bis in die 1990er Jahre hinein einen bezeichnenden Boom.

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