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Download Der vergessene Frieden: Friedensvorstellungen von der Antike by Karlheinz Koppe PDF

By Karlheinz Koppe

Der Autor untersucht in diesem Buch das Phänomen des Friedens direkt und nicht, wie es sonst häufig der Fall ist, über seinen Gegenpol, den Krieg.
Die Ausgangsthese lautet, dass die Friedensidee so alt ist wie die menschliche Zivilisation. Der Autor stellt die Belege vor, die zeigen, wie die Menschen in den einzelnen belegten Kulturen über den Frieden gedacht haben.
Im Anschluss an die Darstellung der Geschichte der Friedensvorstellungen folgt eine Dokumentation der Friedenswissenschaften im 20. Jahrhundert.
Im Anhang sind dazu wichtige friedenswissenschaftliche Texte und Dokumente abgedruckt.

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Nach 1945 haben Friedenswissenschaftler versucht, für ihre Disziplin die Bezeichnungen "Polemologie" und "Irenologie" einzuführen, die sich - abgesehen für kürzere Zeit in Paris und Groningen - jedoch nicht durchgesetzt haben. " (V gl. 2) Mit der einseitigen Übersetzung des Begriffes polemos mit Krieg wurde mehr Unheil denn Klarheit geschaffen. Im 19. und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein diente dieser Satz der Verherrlichung des Krieges und der Heroisierung des Soldatenstands. Er hat ganze Generationen verführt, im Krieg eine Erfüllung ihres Lebens zu sehen.

Noch im 2. Jahrhundert prägte einer der Kirchenväter, Bischof Cyprian (um 200-258), einen Satz, der auf dieselbe Beobachtung hinausläuft, die auch schon Mo Tze 500 Jahre zuvor gemacht hatte: "Wird es (Blut - Anm. Koppe) vergossen, redet man von Untat, wenn öffentlich, von Tapferkeit. Die Größe des Wütens (gemeint ist Krieg - Anm. Koppe) ist es, die das Verbrechen straflos macht". (Cyprian bei Deschner 1997: 252-253) Vom gerechten Krieg zum Recht auf Krieg Die Christen haben die Lehren ihres Religionsstifters freilich schnell vergessen und folgten darin dem schlechten Beispiel mancher Nachfolger Buddhas (vgl.

4 Zur psychologischen Dimension des Friedens Das wird auch von dem Verhaltenspsychologen Irenäus Eibl-Eibesfeldt, einem Schüler von Konrad Lorenz, bestätigt, der dazu eine bemerkenswerte Aussage gemacht hat: "Dem biologischen Normenfilter, der zu töten verbietet, wird gewissermaßen ein kultureller Normenfilter überlagert, der Feinde zu töten gebietet. Allerdings wird der biologische Normenfilter dadurch nicht ausgeschaltet, sondern überlagert, was zu einem Normenkonflikt führt, der als schlechtes Gewissen erlebt wird und eine Wurzel der verbreiteten Friedenssehnsucht des Menschen darstellt.

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