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By Manfred Bayer

Vor etwa zehn Jahren wurde in der Bundesrepublik Deutschland damit begonnen, den Bereich der Weiterbildung zu einem eigenstandigen Teilsektor des offentlich institutionalisierten Bildungswesens umzubauen_ Die Bildungskommission des Deut schen Bildungsrates hatte 1970 in ihrem Strukturplan fur das Bildungswesen erst mals gefordert, "die institutionalisierte Weiterbildung als einen erganzenden nach schulischen, umfassenden Bildungsbereich einzurichten" _ Dementsprechend wurde im Bildungsgesamtplan der Bund-Landerkommission fur Bildungsplanung der "Auf und Ausbau eines Weiterbildungssystems zu einem Hauptbereich des Bildungswesens als offentliche Aufgabe" als eines der Ziele langfristiger bildungspolitischer Entwick lung festgeschrieben. Konsequenterweise sind in den siebziger Jahren in der gesamten Bundesrepublik Deutschland Landergesetze zur Strukturierung, Dimensionierung und Finanzierung offentlich und privat veranstalteter Weiterbildung erlassen worden. Das erklarte Ziel all dieser Weiterbildungsgesetze der Lander battle und ist die Sicherung eines glei chermassen breitgefacherten wie flachendeckenden und bedarfsgerechten Bildungsan gebotes, das zum einen den manifesten Bedarf der Bevolkerung an Weiterbildung abdeckt, zum anderen aber auch Bevolkerungsgruppen, die bislang der Weiterbil dung ferngeblieben sind, fur diese erschliesst. Ahnlich wie in anderen Bundeslandern hat das nordrhein-westfalische Weiter bildungsgesetz von 1974, mehr noch die Verordnung uber die Rahmenrichtlinien fur die Aufstellung kommunaler Weiterbildungsentwicklungsplane Planungs- und Organisationsvoraussetzungen des "Vierten Bildungsbereiches" entscheidend ver andert. Nunmehr ist auch Weiterbildung strukturell und finanziell in den Rahmen den offentlichen, institutionalisierten Bildungswesens eingebunden; Weiterbildung ist, zumindest was once die planerische und organisatorische Vorsorge fur spezielle Bi! dungsangebote betrifft, offentliche Verpflichtung geworden. Dabei unterscheidet sich der vierte Teilbereich des Bildungssystems deutlich von den drei anderen Stufe

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Auf der anderen Seite beinhalten aber die Angebote, die in die Ermittlung von Vergleichszahlen eingehen, bereits politische bzw. "finanzielle" Bedarfskomponenten, die nun über eine Planung, die auf interregionalen Vergleichen bzw. auf Zeitvergleichen aufbaut, in die Neuplanung eingehen. Man kann also den einfachen Planungsverfahren, die nicht anstreben, den (inhaltlichen) Weiterbildungsbedarf im Angebotsraum "analytisch", unter Beachtung aller wirksamen Beeinflussungsfaktoren, zu ermitteln, nicht ohne weiteres jede politische Dimension absprechen.

A. entlang der Zwecke von sozialen und ökonomischen Institutionen, "Institutioneller Bedarf', und es "entsteht", u. a. durch politische Willensbildung in den staatlichen Organen der Gesellschaft "Politischer Bedarf". Der in der Literatur definierte "Latente Bedarf" erweist sich, darauf wird noch einzugehen sein, als pädagogisch-normatives Konstrukt. In der hier vorgeschlagenen Dreiteilung wird der Ueweils vermutete) latente Bedarf in der Kategorie "Politischer Bedarf", d. h. konsensual gefundener, normativer, nicht notwendigerweise empirisch· analytisch nachgewiesener Bedarf, erfaßt.

Wissenschaftliche Bildung). Der komplizierten Situation war sich wohl auch der Gesetzgeber bewußt, so daß er als generelle Salvierungsklausel für Programmplaner die (bloß anscheinende) Forderung einbaute, wonach die "Sachbereiche nach dem Grundsatz der Einheit der Bildung zu planen und zu organisieren" sind. 63 "Zulässige" Weiterbildungsangebote sind also alle Bildungsangebote, die nicht ausdrücklich einem anderen Bereich vorbehalten bleiben. Da rechtliche Vorsorge aber auch dort nur für die Abschlüsse, nicht aber die angebotenen Inhalte getroffen werden kann, schließt auch diese formale Bestimmung letztlich kein Angebot aus der Weiterbildung aus.

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