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Download Armut und Strafe: Zur strafverschärfenden Wirkung von Armut by Frank Wilde PDF

By Frank Wilde

Frank Wilde untersucht die Frage, inwieweit Armut bei strafrechtlichen Sanktionen zu einer Benachteiligung führt. Am Beispiel der Geldstrafe kommt er zum Ergebnis, dass eine strafverschärfende Wirkung von Armut festzustellen ist. Die Geldstrafe kann häufig bei einkommensarmen Personen nicht vollstreckt werden. Sie führt dann zur Inhaftierung und Armut wirkt so strafverschärfend. Als Lösung für dieses challenge ist – unter Beteiligung der Sozialen Arbeit – die Möglichkeit eingeführt worden, die Strafe durch gemeinnützige Arbeit abzuarbeiten. Der Autor stellt die those auf, dass es damit nicht gelungen ist, die strafverschärfende Wirkung von Armut zu beheben, sondern stattdessen mit der Einführung einer Arbeitsstrafe für Arme eine neue shape der Diskriminierung geschaffen wurde.

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Jahrhunderts weitgehend einig war. Das Hauptargument dabei war, dass das Zusammensein der Verurteilten im Gefängnis kriminelle Tendenzen 18 Im Strafgesetzbuch von 1871 war die Geldstrafe nur bei 77 Fällen (nur bei dreien davon alleine) im Gegensatz zur Freiheitsstrafe mit 334 Fällen angeordnet (Meemar 2009, S. 18). Zur Problematik der Geldstrafe bei der Bestrafung der Armen 41 bei ihnen eher noch verstärke, statt sie zu einem normgerechten Leben zu bewegen. Die Kritik an der Freiheitsstrafe war keineswegs neu.

Dies blieb nun nicht nur eine theoretische Debatte, sondern führte zu einer Veränderung in der Rechtspraxis. Bereits ohne gesetzliche Änderungen nahm der Anteil der Geldstrafen bis zum Ersten Weltkrieg deutlich zu.  Jahrhundert waren es dann zwei gesetzliche Änderungen, die die Ausweitung vorgaben. In den sogenannten Geldstrafengesetzen von 1921 und 1923 wurde den Gerichten vorgegeben, die kurze Freiheitsstrafe von bis zu drei Monaten durch die Geldstrafe weitgehend zu ersetzen. Diese Politik wurde in der Bundesrepublik fortgeführt und in dem ersten Strafrechtsreformgesetz von 1969 ausgeweitet, so dass die Geldstrafe seitdem die Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten ersetzen soll.

78). Maßnahmen der Aktivierung können somit umschlagen in aktive Ausschließungsprozesse und für die Soziale Arbeit wird damit die Gefahr gesehen, dass ihre klassische Ausrichtung als Normalisierungsinstanz (Gleichzeitigkeit von Hilfe und Kontrolle) umschlagen könnte in eine ausschließende bzw. strafende Ausrichtung (vgl. Kessl 2011; zur Unterscheidung vgl. Seelmeyer und Kutscher 2011). Damit wird zu Recht gefordert, dass die Soziale Arbeit einen sehr reflektierten Umgang mit diesen Maßnahmen findet (vgl.

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